20.03.2018 / Ausland / Seite 6

Streit um Meereszugang

Bolivien versucht auf juristischem Wege von Chile annektiertes Land zurückzugewinnen

Volker Hermsdorf

In Anwesenheit von Boliviens Präsident Evo Morales und Außenminister Fernando Huanacuni Mamani begann am gestrigen Montag vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag die mündliche Verhandlung im Rechtsstreit mit Chile um einen Meereszugang für den Andenstaat. Bis zum heutigen Dienstag können zunächst die klagenden Bolivianer ihre Argumente vortragen. Das Gegenplädoyer ist für die beiden folgenden Tage vorgesehen.

Für die gesamte Anhörung wurde ein Zeitraum bis zum 28. März anberaumt. Dabei geht es formal nicht um eine Entscheidung über das von Bolivien beanspruchte Hoheitsgebiet, das dem Land nach 139 Jahren wieder einen souveränen Zugang zum pazifischen Ozean sichern würde, sondern um die Voraussetzung für Verhandlungen über diese Forderung. Santiago verweigert seit Jahrzehnten jedes Gespräch darüber. La Paz hatte sich deshalb 2013 an den IGH gewandt, um Chile an den Verhandlungstisch zu zwingen. Nachdem die Regierung in Santiago die Kompetenz ...

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