17.03.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Ran an die russische Grenze

Neue Einflusssphären: NATO hat Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Georgien im Visier

Jörg Kronauer

Die NATO betreibt eine »Open Door«-Politik. Das heißt: Europäische Staaten dürfen ihr prinzipiell beitreten. 2017 hat das Bündnis, wie es in seinem am Donnerstag vorgelegten Jahresbericht mitteilt, nicht nur Montenegro aufgenommen, sondern darüber hinaus drei weitere Staaten auf eine Mitgliedschaft vorbereitet: Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Georgien. Während die NATO mit einer Integration Bosnien-Herzegowinas und Mazedoniens lediglich ihr Bündnisgebiet in Südosteuropa arrondieren würde, rückte sie mit einer Aufnahme Georgiens im hochsensiblen kaukasischen Süden unmittelbar an die russische Grenze heran – wie im Baltikum bereits geschehen. Die Folgen kann man sich ausmalen.

»Substantielles NATO-Georgien-Paket«: Unter diesem Sammelbegriff fasst die NATO sämtliche Trainingsprogramme in dem südkaukasischen Staat zusammen, die sie 2014 beschlossen und im vergangenen Jahr noch einmal ausgeweitet hat. Sämtliche NATO-Mitglieder, aber auch Finnland und Schwe...

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