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15.03.2018 / Feuilleton / Seite 10

Unheimliche Wiedergänger

Mark Fishers posthum erschienener Essay über »Das Seltsame und das Gespenstische« in der Kultur

Jakob Hayner

Mark Fisher war ein Denker, der noch in den feinsten Verzweigungen der Popkultur die Beschädigungen der Welt aufzuspüren vermochte. In den melancholischen Collagen des britischen Dubstepmusikers Burial spiegelte sich für ihn beispielsweise die Niederlage der britischen Arbeiterbewegung gegen die durch Margaret Thatcher angeführte Konterrevolution, der eine Umgestaltung der Gesellschaft nach dem neoliberalen Ideal des überall herrschenden, erbarmungslosen Wettbewerbs folgte. Pop, der dazu nicht einfach nur den Soundtrack liefern wollte, nutzte Zitate und Verfremdungen, um überhaupt ein Jenseits der herrschenden Apathie hörbar zu machen, um die Falschheit der gegenwärtigen Verhältnisse kenntlich zu machen. Dem Abseitigen zu folgen, war für Fisher eine Methode, sich dem Konformismus zu entziehen.

Gegen eine falsch eingerichtete Welt anzudenken, bedeutete für ihn, den Fluchtlinien zu folgen, in der Musik, der Literatur, dem Film, im Alltag. In der Kultur galt...

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