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15.03.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Lonmin verschwindet

Vor Fusion: Südafrikanische Bergarbeiter fordern vom Konzern Entschädigungen für Marikana-Massaker.

Christian Selz, Kapstadt

Einmal wird mit Sicherheit noch protestiert. Vertreter und Unterstützer südafrikanischer Bergarbeiter wollen auch in diesem Jahr die Jahreshauptversammlung des britisch-südafrikanischen Bergbaukonzerns Lonmin nutzen, um an das Massaker von Marikana zu erinnern. Bei dem waren am Rande der gleichnamigen Mine 100 Kilometer westlich der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria am 16. August 2012 während eines Streiks 34 Kumpel von der Polizei erschossen worden. Mit einer Mahnwache vor dem Lincoln Centre im Zentrum der britischen Hauptstadt London, wo Lonmin seinen Stammsitz hat, will die südafrikanische Delegation um den Bischof Johannes Seoka am heutigen Donnerstag an die Versäumnisse des Konzerns bei sozialen Verpflichtungen und an die noch immer nicht erfolgte Entschädigung der Hinterbliebenen erinnern. Es könnte der letzte Protest dieser Art sein, zumindest im Herzen der britischen Kapitale – denn Lonmin droht sich mit einem Komplettverkauf an den südafrikani...

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