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15.03.2018 / Inland / Seite 5

Der Sieben-Stunden-Vorteil

Knorr-Bremse will 42 statt 35 Stunden in der Woche arbeiten lassen. Die Gewerkschaft soll draußen bleiben – aber die Arbeiter wehren sich

Johannes Supe

Soll man, soll man lieber nicht? Um kurz vor 9 Uhr herrscht bei den Kollegen des Industriebetriebs Knorr-Bremse Powertech noch ein wenig Ratlosigkeit. Geplant war für den heutigen Mittwoch ein Warnstreik, im Autokorso wollte man dann durch Berlin fahren. Doch das Management des Konzerns legte sich mächtig ins Zeug. Am Tag zuvor berichtete es von einer Einigung im Konflikt und verunsicherte damit viele Kollegen. Nun steht nur ein Dutzend Arbeiter vor ihrem Werk im Berliner Stadtteil Tegel. Es nieselt. Andererseits: Einige hocken schon in ihren Autos; und einfach aufgeben? »Ihr müsst das entscheiden«, erklärt ein Sekretär der IG Metall. Noch ein Überlegen, dann der Entschluss, ein Betriebsrat fällt ihn: »Wir fahren.« 32 Autos setzen sich in Bewegung. In ihnen gut 50 Arbeiter, die ihrem Konzern zeigen wollen, dass sie sich Tarifflucht und unbezahlte Arbeitszeitverlängerung nicht gefallen lassen.

Der Arbeitskampf bei der Knorr-Bremse AG ist am Mittwoch in ein...

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