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15.03.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Bis heute nicht ganz beendet

Vor 40 Jahren marschierte die israelische Armee im Libanon ein und besetzte den Süden des Landes

Wiebke Diehl

In der Nacht vom 14. auf den 15. März 1978 marschierte die israelische Armee mit 25.000 Soldaten in das Nachbarland Libanon ein. Fast das gesamte Gebiet südlich des Flusses Litani wurde innerhalb von sieben Tagen besetzt. Bis zu 2.000 Menschen, die meisten davon Zivilisten, wurden von der israelischen Armee und ihren Verbündeten getötet, mehr als 280.000 nach Schätzungen der libanesischen Regierung vertrieben.

Anders als suggeriert, handelte es sich bei dem israelischen Einmarsch um keine spontane Reaktion auf palästinensische Operationen auf israelischem Staatsgebiet. Seit dem arabisch-israelischen Krieg von 1948 hatte es unzählige israelische Grenzverletzungen gegeben, immer wieder war israelisches Militär auf libanesisches Staatsgebiet eingedrungen. Seit langem rüstete Tel Aviv örtliche Milizen auf, vor allem die »Südlibanesische Armee« (SLA) von Saad Haddad.

Erklärtes Ziel der auf diese Weise von langer Hand geplanten Invasion von 1978 war es, den ges...

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