14.03.2018 / Feuilleton / Seite 11

Wiederkehr einer DDR-Legende

Eine liebevoll gemachte Neuausgabe von Liselotte Welskopf-Henrichs Romanzyklus »Die Söhne der Großen Bärin«

Gerd Bedszent

Die Bücher waren in der DDR legendär: das sechsbändige Romankonvolut »Die Söhne der Großen Bärin« der Schriftstellerin und Altertumswissenschaftlerin Liselotte Welskopf-Henrich. Ganze Generationen wuchsen mit den Abenteuern des Dakotajungen Harka auf, erlebten, wie dessen Vater Mattotaupa von dem weißen Goldsucher Red Fox betrogen und schließlich ermordet wurde. Und wie der zum Häuptling Tokei-ihto gewordene Junge an den letzten Kämpfen der Prärieindianer gegen die weißen Landräuber teilnahm, sich am Mörder seines Vaters rächte und die Stammesabteilung schließlich über die Grenze ins rettende Nachbarland Kanada führte. Das spannend geschriebene und mehrfach überarbeitete Werk zählt zu den ganz großen Erfolgen der DDR-Literatur, wurde in dreieinhalb Millionen Exemplaren verkauft und in mehrere Sprachen übersetzt. Die UNESCO empfahl es im Jahr 1963 als eines der weltweit besten Kinderbücher.

Die Autorin hatte allerdings keinen simplen Abenteuerroman zu P...

Artikel-Länge: 3004 Zeichen

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