14.03.2018 / Feuilleton / Seite 10

Ein weiteres verdammtes Sinnbild

Und alle gucken betreten tief ins Glas: »Lucky« mit Harry Dean Stanton in seiner letzten großen Rolle

Peer Schmitt

Gemächlich kriecht die Schildkröte durch die Wüstenvegetation, der Himmel ist wolkenlos, Harry Dean Stanton zündet sich noch eine Zigarette an und macht sich auf den Weg, den letzten Weg, wie man sich denken kann und soll. Schließlich ist die Rolle des Lucky im gleichnamigen Regiedebüt des Schauspielers John Carroll Lynch eine der letzten Rollen des im September verstorbenen Stanton gewesen, dessen Schauspielkarriere in den 50ern als Nebendarsteller meist in TV-Westernserien begann und der dann allmählich, so seit den mittleren 70ern, tatsächlich überall irgendwie dabei war, wo’s drauf ankam, selbst an Bord des Raumschiffs in »Alien«, bevor er dann von den »Auteurs« der großen Abstauber­generation von Wim Wenders bis Jim Jarmusch »wiederentdeckt« wurde. Im vergangenen Jahr war er in einigen Episoden des Relaunchs der Fernsehserie »Twin Peaks« von David Lynch (nicht verwandt mit John Carroll) zu sehen.

David Lynch taucht nun ebenfalls in »Lucky« auf, so al...

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