14.03.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Manchmal klappt es

Niederländische Großbank ING wollte ihrem Chef Vergütung aufbessern. Öffentlicher Widerstand führte nun zum Rückzieher

Klaas Brinkhof

Die niederländische Bank ING hat die geplante 50-Prozent-Vergütungszulage für ihren Vorstandschef Ralph Hamers am Dienstag überraschend zurückgenommen. »Wir haben die öffentliche Reaktion in dieser sensiblen Frage unterschätzt«, gestand die Geschäftsführung am Dienstag in einer Pressemitteilung. Nachdem bekanntgeworden war, dass Hamers in Zukunft ein Festgehalt von drei Millionen Euro im Jahr bekommen sollte, war die Empörung groß. Wütende Kunden beschwerten sich, in der Politik wurden Stimmen nach einem neuen Gesetz laut.

Der Topbanker muss nun bei einem Jahreseinkommen von 1,9 Millionen Euro mit einer Lohnerhöhung von 2,2 Prozent leben. Die Aktionärsversammlung soll erst im nächsten Jahr darüber entscheiden, ob er mehr als das bekommt. Damit will ING eine Diskussion beenden, die dem Unternehmen ein schlechtes Image und dadurch finanzielle Einbußen bescheren könnte.

Zumal auch Finanzminister Wopke Hoekstra die Bank ins Visier nahm. Der Christdemokrat kün...

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