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01.03.2018 / Inland / Seite 4

Die vorausschauende Kanzlerin

In der nächsten »Groko« wird es keinen Minister aus den »neuen« Ländern geben. Weder Union noch SPD haben einen Ossi nominiert

Annette Riemer

Dass Angela Merkel ihre ostdeutsche Mentalität am Checkpoint Charlie abgelegt hat, ist bekannt. Die eiserne Kanzlerin bezeichnet sich seither wahlweise als Gesamtdeutsche, mit Blick auf die EU-Osterweiterung gern auch als Großdeutsche oder – das aber nur unter Einfluss von Kirschlikör und mit Anspielung auf die Witwe – als Kohls eigentliches Mädchen.

Als es am vergangenen Wochenende darum ging, Ministerposten für ihr viertes Kabinett zu vergeben, musste die Kanzlerin auf so einige Befindlichkeiten eingehen – die der Partei natürlich, nicht des Landes. Die CDU wollte die Frauen, die Jungen und die Rechten in die Regierungsarbeit eingebunden sehen. Und die Kanzlerin sieht es sicherlich gern, wenn sich ihr schärfster Kritiker im Amt des Gesundheitsministers verschleißt. Auch das Ernährungsministerium gilt eher als Abstellgleis denn als Karrieresprungbrett für weibliches Führungspersonal – siehe Ilse Aigner. Nun wird der Kanzlerin vorgehalten, dass nicht einm...

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