28.02.2018 / Titel / Seite 1

Vorsicht, Rutschgefahr

Eurostat: Nirgendwo in der EU führt Jobverlust so schnell ins finanzielle Abseits wie in Deutschland

Jana Frielinghaus

Hartz IV ist Armut per Gesetz – so lautet ein langjähriger Slogan der Linkspartei. Dass dies eine Tatsachenbeschreibung ist, zeigen die Daten, die das EU-Statistikamt Eurostat am Montag abend in Luxemburg veröffentlicht hat. Danach sind Erwerbslose in Deutschland im EU-Vergleich am stärksten in Gefahr, finanziell in Bedrängnis zu geraten – und das mit großem Abstand zum Zweitplatzierten Litauen (60,5 Prozent). Nach Angaben der Statistiker lag das Armutsrisiko für Menschen ohne Job in der Bundesrepublik 2016 bei 70,8 Prozent. Im EU-Durchschnitt betrug es 48,7 Prozent gegenüber 41,5 Prozent zehn Jahre zuvor. Nach BRD und Litauen folgten Lettland mit 55,8 Prozent, Bulgarien mit 54,9 und Estland mit 54,8 Prozent. Am geringsten war die Abstiegsgefahr in Finnland und Zypern mit jeweils 37,3 Prozent. Als armutsgefährdet gilt der Statistik zufolge, wer über weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens einer Region verfügt.

Hauptursache der beschämenden Entw...

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