26.02.2018 / Politisches Buch / Seite 15

Ende eines Mythos

Simon Loidls Studie über koloniale Ambitionen der k. und k. Monarchie

Sabine Fuchs

Die Habsburgermonarchie ist nicht gerade als Kolonialmacht bekannt: Zu unbedeutend, zu wenig spektakulär waren die Bemühungen, am kolonialen Wettrennen teilzunehmen. Trotzdem waren sie vorhanden. So gründete etwa Karl VI. 1722 die »Kaiserliche Ostendische Kompagnie« für den Fernhandel mit Ostasien. Auf Druck Großbritanniens und der Niederlande wurde sie wenige Jahre später wieder aufgelöst. 50 Jahre danach verliefen Versuche zur Gründung kaiserlicher Kolonien im heutigen Mosambik und auf den Nikobaren-Inseln im Indischen Ozean ähnlich erfolglos.

Trotzdem gab es, wie der Historiker und jW-Autor Simon Loidl in seiner nun erschienenen Dissertation zeigt, in der Habsburgermonarchie eine intensive Debatten über den Erwerb von Kolonien. Auch kam es während des gesamten 19. Jahrhunderts zu protokolonialen Aktivitäten wie Forschungsexpeditionen, Missionstätigkeit und mehr oder weniger politisch motivierten Privatreisen. Weil diese aber nicht in die Gründung ei...

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