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30.10.2002 / Feuilleton / Seite 3 (Beilage)

Verstecken und fälschen

In »Wein & Krieg« wird die Rolle der französischen Weinkultur im Widerstand gegen die faschistische Okkupation untersucht

Gregor Schutterwald

Daß Kriegsherren ihre Söldner bei ihren Feldzügen oft großzügig mit Alkohol ausstatten, ist bekannt. Weniger hat man bisher darüber erfahren, daß die Verteidigung der eigenen Genußkultur gegen fremde Invasoren eine wichtige Triebkraft des Widerstandes sein kann.

Dieser Frage ist das US-amerikanische Journalistenpaar Don und Petie Kladstrup nachgegangen. In jahrelanger Recherche erforschten sie die Rolle der französischen Weinkultur während der Zeit der faschistischen Okkupation in Frankreich.

Nach der Kapitulation Frankreichs im Juni 1940 begannen die deutschen Besatzer auf ausdrücklichen Befehl Hitlers, Weine, Champagner und andere Spirituosen nach Deutschland zu transportieren. Dieses weitgehend unbekannte Kapitel des Zweiten Weltkrieges ist geprägt vom Mut und der Phantasie vieler Franzosen bei dem Versuch, ihre wertvollsten Weine vor der deutschen Besatzung zu retten: Eisenbahner ließen ganze Züge mit Weinlieferungen im Nichts verschwinden. Be...



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