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21.02.2018 / Titel / Seite 1

Abschiebung in die Hölle

Erneut mindestens 29 Menschen in Afghanistan getötet. Bund und Länder halten an geplanter Rückführung nach Kabul fest

Marc Bebenroth

Nichts ist gut in Afghanistan, sagte die damalige Kirchenfunktionärin Margot Käßmann vor Jahren. Und es wird täglich schlimmer, ließe sich mit Blick auf die aktuelle Lage am Hindukusch ergänzen. Am Dienstag starben erneut mindestens 29 Menschen bei Überfällen von Taliban und bei einer Explosion in einem Hotel im Osten des Landes.

In der westafghanischen Provinz Farah kamen bei Angriffen auf zwei Polizeiposten 16 Personen ums Leben. Das Gefecht im Bezirk Bala Bulok habe stundenlang gedauert, berichteten der Chef des Provinzrats, Faridullah Bachtawar, und örtliche Medien. Gleichzeitig seien bei einem Überfall auf einen Posten in der Provinzhauptstadt fünf Polizisten gestorben. Schon in der Nacht waren nach offiziellen Angaben in der südafghanischen Provinz Helmand mindestens fünf Polizisten getötet und sechs verletzt worden, als Taliban einen Sicherheitsposten im Bezirk Nadali attackierten. Bei einer Explosion in einem Hotelzimmer im ostafghanischen Dsch...

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