14.02.2018 / Feuilleton / Seite 11

Null Sterne für Tristan!

Eine Mut- und Geduldsprobe: Wer wird Dschungelkönig bei »Tristan und Isolde« an der Berliner Staatsoper?

Maximilian Schäffer

Die frisch renovierte Staatsoper Unter den Linden zu Berlin ist so etwas wie das neue Dschungelcamp der Hauptstadt. Vor allem wichtige Premierenabende wie der am vergangenen Samstag eignen sich ausgezeichnet, um Prominente in ihrem Gehege zu beobachten. Kriechendes Gewürm ist man hier nicht genötigt zu verspeisen: Die feine Gesellschaft gönnt sich Räucherlachsröllchen auf einer Scheibe Pumpernickel für 14 Euro, dazu gerne eine kleine Flasche Cola, 200 ml für 3,50 Euro. Hervorragend kann man sich am TV-Vorbild orientieren und darauf wetten, welcher Star es wie lange unter der feuchtwarmen Bruthitze der Kultursonne aushält. Sechs Stunden Wagner-Oper sind schließlich kein Pappenstiel. Noch dazu, wenn die Inszenierung ein Totalausfall ist. Wetten, dass Thomas Gottschalk es nicht bis zum Ende aushält?

Die letzte Inszenierung von Richard Wagners »Tristan und Isolde« an der Staatsoper datiert aus dem Jahr 2000. Harry Kupfer, der zusammen mit Daniel Barenboim 199...

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