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14.02.2018 / Feuilleton / Seite 10

In einen Sessel fallen

In Dresden werben Kunst und Kultur »für Demokratie« – ob sie die AfD-Wähler erreichen, bleibt fraglich

Ralf Richter

Beeindruckend, experimentell, vielseitig: So will sich Dresdens Kunst- und Kulturszene zeigen und zwar »für Demokratie«. Alles was Rang und Namen hat, die Semperoper, das Staatsschauspiel, die Staatlichen Kunstsammlungen usw., präsentiert seit Sonnabend einhundert Veranstaltungen an zehn Tagen unter dem Motto »Erinnern und Vergessen«. Da haben sich alles in allem 20 Kultureinrichtungen unter der Marke »WOD« versammelt – das steht für das »weltoffene Dresden«, das andere Dresden also – oder das eigentliche?

»WOD« würde es nicht geben ohne »Pegida«, so viel ist klar. Man hat sich was einfallen lassen, um die Dresdner und ihre Gäste um den 13. Februar herum, dem Tag, an dem an die westalliierten Bombenangriffe auf die Stadt vor 73 Jahren erinnert wird, mit deren Vorgeschichte zu konfrontieren.

Im Dresdner Stadtzentrum stößt man auf vier Container in gelber Signalfarbe, die abends obendrein noch Lichtspiele zeigen. Sie stehen an stark frequentierten Plät...

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