10.02.2018 / Wochenendbeilage / Seite 8 (Beilage)

Achtziger-Architektenspaghetti

Berlin Chamissoplatz« (BRD 1980) von Rudolf Thome zeigt, wie das Elend der Gentrifizierung einmal begann in Kreuzberg (und in vielen anderen Teilen der Stadt). Um die verlotterten Altberliner Bauten vor dem Abriss zu retten, kämpften Mietergruppen darum, dass die Wohnungen instand gesetzt und nicht saniert werden, damit sie bezahlbar bleiben. Als das nichts fruchtete, wurden Häuser besetzt. Es gab wilde Demos und milde Verhandlungen, und wer am längsten verhandelte, durfte in den Wohnungen bleiben. Trotzdem gab es Luxussanierungen, Mietsteigerungen und Verdrängung der einstigen Bewohner des Kiezes. Heute wohnen im Chamissokiez hauptsächlich Menschen mit viel Geld.

Thome, der von der Pariser Filmzeitschrift Cahiers du Cinéma einmal als der »wichtigste unbekannte deutsche Regisseur« bezeichnet wurde, arbeitet in »Berlin Chamissoplatz« wie in seinen anderen Spielfilmen: Politik spielt eine Rolle, aber eigentlich ist alles privat. Es handelt sich hier eher um...

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