13.02.2018 / Ausland / Seite 6

Dem Eukalyptus geopfert

Galiciens Ringen um Selbstbestimmung ist auch ein Ringen um den Schutz der Umwelt

André Mauricio

In Galicien könnten inzwischen mehr Eukalyptusbäume gepflanzt worden sein als in Australien, das bisher als weltweiter Spitzenreiter galt. Diese Einschätzung publizierte Anfang Januar die regionale Tageszeitung El Correo Gallego. Mehr als 700.000 Hektar sind in der autonomen Region in Spanien diesem Zweck gewidmet, mehr als 80 Millionen Eukalyptusbäume wachsen dort. Das ist die dreifache Menge dessen, was sich die galicischen Regierungen als absolute Obergrenze gesetzt hatten.

Der Eukalyptusanbau bedeutet nicht nur eine ökologische Verarmung der Ressourcen und übermäßigen Wasserverbrauch. Die Bäume fangen auch sehr leicht Feuer und stellen so Zeitbomben dar. Jahr für Jahr fordern die Waldbrände in Galicien Menschenleben. Doch die unter der Franco-Diktatur errichtete Zelluloseindustrie soll am Leben erhalten werden. Seit sechs Jahrzehnten ist der spanische Konzern ENCE so der Hauptverursacher von Verschmutzungen in der Meeresbucht Ría de Pontevedra. Die Ge...

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