09.02.2018 / Feuilleton / Seite 11

»Nicht irre machen lassen«

Braucht man vor dem Tod keine Angst mehr zu haben? Über »(Alb-)Träume vom ewigen Leben«. Ein Gespräch mit Konrad Lotter

Reinhard Jellen

In Ihrem Buch über die »(Alb-)Träume vom ewigen Leben« behandeln Sie zum Schluss das technologische Versprechen der Unsterblichkeit. Innerhalb der Biologie hat sich die Biogerontologie die »Abschaffung des Todes« zum Ziel gesetzt, der Transhumanismus aus dem Silicon Valley hat bereits einen Fahrplan zur Unsterblichkeit entworfen. Kann man das überhaupt ernst nehmen?

Der Traum von einer Welt, in der nicht nur der Hunger und das Unrecht, sondern auch Krankheiten, der Prozess des Alterns und der Tod besiegt sind, ist einer der ältesten Träume der Menschheit. Ich habe diesen Traum in seinen vielfältigen Formen dargestellt, das heißt auch, wie er sich im Laufe seiner Entwicklung von den Mythen, Religionen und Märchen zur Philosophie und Utopie verlagert hat. Inzwischen wird er auch von der Wissenschaft und der Technologie geträumt. Tatsächlich ist die Lebenserwartung im Laufe der Geschichte erheblich gestiegen. Verlängert man die statistischen Zuwachsraten des...

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