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12.02.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Handpuppe Teherans?

Die libanesische Hisbollah ist alles andere als eine Marionette ausländischer Mächte

Wiebke Diehl

Insbesondere in westlichen Medien wird die libanesische Hisbollah regelmäßig als Handlanger Teherans, als reine Marionette in der Hand der iranischen und bisweilen auch der syrischen Regierung dargestellt.

Tatsächlich wurde die »Partei Gottes« Mitte der 80er Jahre zwar mit einer tiefen ideologischen Verbindung zur Islamischen Republik gegründet, die die Schaffung eines religiösen Staates zum Ziel erklärte, diese aber an eine breite Zustimmung in der Bevölkerung knüpfte. Die finanzielle, militärische und strategische Verbundenheit mit dem Iran verschweigen Vertreter der Partei nicht. So erklärte ihr Generalsekretär Hassan Nasrallah im Juni 2016 als Reaktion auf US-Sanktionen: »Das Budget der Hisbollah, ihr Einkommen, ihre Ausgaben, alles, was sie isst und trinkt, ihre Waffen und Raketen kommen aus der Islamischen Republik Iran.« Zugleich aber erklärten die Akteure der Hisbollah den Widerstand gegen die israelische Besatzung im Libanon von Beginn an zum Hau...

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