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07.02.2018 / Ausland / Seite 6

Gladio auf eidgenössisch

Während des Kalten Krieges betrieb die Schweiz eine Geheimarmee. Jetzt sind wichtige Dokumente verschwunden

Florian Sieber, Winterthur

Am 26. Februar 1990 brachte die Schweizer Illustrierte eines der bestgehüteten Geheimnisse der Geschichte der Schweiz im Kalten Krieg ans Licht. Die Rede ist von der paramilitärischen Organisation Projekt 26 (P-26), die vom Generalstab der Schweizer Armee betrieben wurde. Die Schattenarmee sollte im Falle eines Einmarsches der Roten Armee Widerstand leisten, beispielsweise durch Sabotage, zivilen Ungehorsam oder Propaganda. Doch die über das ganze Land verteilten geheimen Waffenlager mit Maschinenpistolen, Handgranaten und Scharfschützengewehren, die im Zuge einer Untersuchung durch die Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) entdeckt wurden, lassen an dem Bild der »friedlichen Geheimarmee« zweifeln. Besonders pikant: Auch im Falle eines linken Wahlsiegs wäre die Gruppe zum Einsatz gekommen.

Der Tagesanzeiger hat am Samstag publik gemacht, dass wichtige Akten zu P-26 verschwunden sind, die bis 2041 unter Verschluss gehalten werden sollten. Ein Fors...

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