07.02.2018 / Inland / Seite 2

»Neue Offensive zur Arbeitszeit wäre nötig«

Der Kampf um eine Verringerung der Wochenstundenzahl könnte den Gewerkschaften neue Impulse geben. Gespräch mit Bernd Riexinger

Johannes Supe

In der Nacht zu Dienstag hat die IG Metall in Baden-Württemberg ein Tarifergebnis für die Metall- und Elektroindustrie erzielt. Bei einer Laufzeit von mehr als zwei Jahren soll es Lohnerhöhungen geben, zudem ein Modell zur Umgestaltung der Arbeitszeiten. Sie haben den Arbeitskampf begleitet, wie bewerten Sie nun das Resultat?

Der materielle Teil der Einigung ist schwer zu bewerten, da er viele Komponenten wie die Sonderzahlung enthält. Was mich skeptisch stimmt, ist vor allem die Regelung zu den Arbeitszeiten. Hier wurde nicht nur eine Möglichkeit für die Beschäftigten erreicht, die Zeiten begrenzt auf 28 Stunden zu reduzieren, sondern auch eine Arbeitszeitverlängerung. Die Zahl derjenigen, die künftig bis zu 40 Stunden in der Woche arbeiten können (im Westen gilt regulär die 35-Stunden-Woche, jW), ist erhöht worden. Das geht in die falsche Richtung.

Ich will nicht am Ergebnis herumkritteln, das letztlich zu bewerten ist Sache der Metaller. Aber die ...

Artikel-Länge: 4423 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe