07.02.2018 / Titel / Seite 1

Frontbesuch im Hinterhof

US-Außenminister Rex Tillerson schwört bei Südamerikareise die Verbündeten auf verschärfte Aggression gegen Venezuela ein

André Scheer

Das Imperium schlägt zurück: US-Außenminister Rex Tillerson schwört auf seiner laufenden Rundreise durch Südamerika die befreundeten Regierungen des Kontinents auf eine Verschärfung der Aggression gegen Venezuela ein. Bei einer Visite in Argentinien drohte er erstmals öffentlich mit einem Ölembargo gegen das südamerikanische Land. Der US-Sender CNN zitierte Donald Trumps Chefdiplomaten mit den Worten, ein Verbot des Verkaufs venezolanischen Erdöls in den USA oder ein Embargo gegen Exporte an Caracas liege auf dem Tisch. Nach Gesprächen mit Regierungsvertretern in Peru ergänzte er am Montag (Ortszeit), man habe auch »mögliche Aktionen« gegen die Regierung in Caracas diskutiert.

Doch so einfach ist die Gemengelage für Washington nicht: Trotz eines Rückgangs in den vergangenen Jahren habe Venezuela im Dezember täglich 1,7 Millionen Barrel Erdöl gefördert, so CNN. Davon gingen nach Angaben der US-Energieagentur EIA mehr als 600.000 Barrel in die USA. Entsp...

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