06.02.2018 / Ausland / Seite 6

Namensstreit in Athen

Massendemonstration fordert: »Mazedonien bleibt griechisch«. Linke Sozialprojekte werden angegriffen

Elisabeth Heinze, Thessaloniki

Am Sonntag fand in Athen eine Massendemonstration von Gegnern des Kompromisses beim Namensstreit zwischen Mazedonien und Griechenland statt. Seit 1992 schwelt der Konflikt zwischen den Nachbarstaaten. Die ehemalige jugoslawische Teilrepublik hatte sich 1991 für unabhängig erklärt und sich den Namen Mazedonien gegeben. Griechenland erhebt einen historischen Anspruch auf den Namen und befürchtet, das Balkanland könne Forderungen auf die gleichnamige griechische Region im Norden des Landes erheben. Daher wird der Nachbar von Athen als »Frühere jugoslawische Teilrepublik Mazedonien« (FYROM) bezeichnet.

Auf dem Syntagma-Platz vor dem griechischen Parlament versammelten sich Hunderttausende, um gegen die Vorstöße der Syriza-Regierung unter Alexis Tsipras und seines mazedonischen Amtskollegen Zoran Zaev zu demonstrieren, den Namensstreit beizulegen. Sie skandierten: »Mazedonien ist griechisch.« Die Organisatoren, ehemalige Militärs, »patriotische« und christlich...

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