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06.02.2018 / Inland / Seite 4

Fatma Tunc unter Druck

Auswärtiges Amt und deutsches Konsulat geben vor, nichts für die Frau des ­asylberechtigten Autors tun zu können

Gitta Düperthal

Der Druck auf die in Istanbul lebende Fatma Tunc steigt. Als Frau des oppositionellen kurdischen Schriftstellers und Journalisten Aziz Tunc wird sie an der Ausreise gehindert. Schon am 10. Januar, als ihr Pass am Flughafen eingezogen worden war, hatte man ihr zu verstehen gegeben, dass sie das Dokument nur zurückzuerhalten werde, falls ihr Mann aus dem Asyl in Deutschland und ihr Sohn aus der Schweiz in die Türkei zurückkehren.

In der Nacht vom 20. zum 21. Januar waren offenbar erneut Polizisten vor ihrem Haus in Istanbul aufmarschiert, um es zu durchsuchen. Was sich abgespielt hatte, schilderte der seit dem Putschversuch im Juli 2016 in Deutschland lebende und seit Oktober 2017 asylberechtigte Aziz Tunc am Freitag gegenüber junge Welt.

»Sie sperren die Straße an beiden Enden – wenn man nicht möchte, dass die Tür aufgebrochen wird, tut man gut daran, schnell zu öffnen.« Solche »Hausbesuche« statteten die Behörden mit erheblichem Aufwand ab, »damit in der ...

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