03.02.2018 / Fotoreportagen / Seite 4 (Beilage)

Wut im Bauch

Bei den Protesten gegen Fahrpreiserhöhungen in São Paulo geht es hart zur Sache. Fotos von José Eduardo Bernardes

Peter Steiniger

Der öffentliche Nahverkehr und seine Tarife sind ein heikles Thema für die Menschen in Brasiliens Großstädten. Auf ihn angewiesen sind vor allem viele Bewohner der Ballungsräume, die sich oft über Stunden mit Bus und Metro viele Kilometer quälen müssen, um an ihre Arbeitsplätze in der City oder am anderen Ende der Stadt zu gelangen. Sofern sie überhaupt noch einen Job haben. Die Löhne sind niedrig – der offizielle Mindestlohn liegt bei umgerechnet etwa 240 Euro –, und man wird heute schnell gefeuert. Die meisten müssen jeden Real zweimal umdrehen, Millionen sind arbeitslos. Wer mit dem eigenen Auto unterwegs sein kann, kommt wegen der Staus kaum voran.

An den Fahrpreisen für den öffentlichen Personenverkehr entzünden sich stets aufs neue Proteste. Am 17. Januar hatte die Bewegung für dessen kostenlose Nutzung, MPL (Movimento Passe Livre), wieder zu einer Demonstration aufgerufen. Eine Woche zuvor waren die Ticket...

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