10.02.2018 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Stippvisite bei den Templern

Monsanto ist ein kleines Dorf mit großer Geschichte. In der dortigen Burgruine ist diese mit Händen zu greifen

André Steiniger

Angepriesen wird es als das »portugiesischste Dorf Portugals«. Was macht den kleinen Ort so charakteristisch, dass er für ein ganzes Land stehen soll? Ich mache mich von der Hauptstadt Lissabon aus auf den Weg, um diese Frage zu beantworten. Der Name des historischen Dorfes lautet Monsanto. Das weckt wenig Vertrauen, denkt man doch unwillkürlich an den US-Agrarkonzern gleichen Namens, der für viele der Inbegriff von Umweltgiften und genmanipuliertem Saatgut ist – und der auch an der Produktion des berüchtigten Entlaubungsmittels »Agent Orange«, mit dem das US-Militär in Vietnam und Laos ungeheuerliche Verbrechen verübte, beteiligt war.

Als Name eines gut 800 Seelen zählenden Ortes ist Monsanto weit weniger Menschen bekannt, zumal dieser weit abseits von Portugals prominenten Tourismusregionen liegt. Wer in das südwesteuropäische Land reist, will sich zumeist an der knapp 1.800 Kilometer langen Küste aalen. Das schäumende Wasser des Atlantiks, einsame Buch...

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