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23.10.2002 / Inland / Seite 5

Modell mit Hintersinn

Wer die Ökonomisierung des Bildungswesens allein dem Kapital in die Schuhe schiebt, irrt. Private Public Partnership zeigt, was wirklich Sache ist

Torsten Bultmann

Es dürfte sich bereits herumgesprochen, daß gegenwärtig das gesamte Bildungssystem nach Leitideen von Markt und Wettbewerb umgebaut wird. Dafür hat sich in der linken Debatte auch der Begriff der »Privatisierung« eingebürgert, welche – so wird zu recht vermutet – durch Entwicklungen auf internationaler Ebene – World Trade Organization (WTO), General Agreement on Trade in Services (GATS), Europäische Union (EU) – noch einmal zusätzlich begünstigt werde. In der Tat sind im OECD-Durchschnitt (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) 80 Prozent aller Bildungsinvestitionen öffentliche Ausgaben, was aus Sicht des Kapitals eine gigantische Privatisierungsressource darstellt.

Der Begriff »Privatisierung« ist jedoch gerade im Hinblick auf hochschulpolitische Weichenstellungen analytisch unscharf. Viele verbinden damit die Vorstellung, daß in einer Art Nullsummenspiel private Investoren staatliche Einrichtungen sukzessive ersetzen beziehung...

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