29.01.2018 / Titel / Seite 1

Zeit wird’s

Seit 15 Jahren hat die IG Metall keinen ernsthaften Arbeitskampf mehr geführt. Das könnte sich jetzt ändern. Diese Woche gibt es 24-Stunden-Warnstreiks in 250 Betrieben

Daniel Behruzi

Der Tarifkonflikt für die rund 3,9 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie steht vor der Eskalation. Nach dem ergebnislosen Abbruch der Verhandlungen kündigte der IG-Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann am Samstag mittag in Stuttgart 24-Stunden-Warnstreiks an. In bundesweit mehr als 250 Betrieben soll zwischen Mittwoch und Freitag an einem Tag die Produktion stillstehen. Betroffen werden Betriebe aller Teilbranchen und Größen sein, wie der Verhandlungsführer der Gewerkschaft in Baden-Württemberg, Roman Zitzelsberger, erläuterte. Während der Aktionen soll ihm zufolge nicht verhandelt werden, unmittelbar danach aber schon, falls die Unternehmen »sichtbare Bewegung« zeigen.

Gewerkschaftschef Hofmann sagte am Samstag vor Pressevertretern, er sei »in hohem Maße enttäuscht« vom Verhalten der Unternehmerfunktionäre. »Wer den industriellen Frieden in diesem Land so gefährdet, handelt unverantwortlich.« Die IG Metall sei ihnen »sehr weit entgegengekomm...

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