23.01.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Fakten schaffen hilft

EU-Grabenkrieg um »Nord Stream 2«: Befürworter verzögern Änderung der Energierichtlinie

Reinhard Lauterbach

Innerhalb der EU geht die Auseinandersetzung um den geplanten Bau der Ostseepipeline »Nord Stream 2« von Russland nach Deutschland weiter. Dabei haben sich die Fronten einigermaßen verkehrt: Die Gegner des Projekts wollen die Beratungen möglichst beschleunigen, dessen Unterstützer spielen im Gegenteil auf Zeit. Es geht konkret um die Frage einer Erweiterung der EU-Gasrichtlinie. Mit ihr will sich Brüssel die Kompetenz festschreiben lassen, seine Regelungen auch auf Pipelines auszudehnen, die aus Drittstaaten (wie Russland) durch internationale Gewässer (nach bisheriger Auffassung die Ostsee) in die EU führen. Absicht der Initiatoren dieser Änderung ist es, das Projekt teurer und damit potentiell für die beteiligten Unternehmen unrentabel zu machen. Politisches Ziel ist: den russischen Anteil am europäischen Gasmarkt zu reduzieren.

Umgekehrt setzen die Unterstützer der Pipeline darauf, möglichst viele vollendete Tatsachen zu schaffen, bevor die novellie...

Artikel-Länge: 5381 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe