19.01.2018 / Ausland / Seite 6

Gegen die Armen

In Frankreich nimmt die Kritik am »Präsidenten der Hochfinanz« zu – auch im eigenen Lager

Hansgeorg Hermann, Paris

Eben noch »Messias« und »Jupiter«, nun nur noch »Präsident der Hochfinanz«: Dem französischen Staatschef Emmanuel Macron laufen die besten Freunde weg. In nur sieben Monaten Amtszeit hat der Mann im Élysée-Palast seine Politik in ein halbes Dutzend Gesetze gegossen, die offenbar an die Grenzen dessen stoßen, was selbst seine bisher treuesten Unterstützer für machbar hielten. Manche von denen, die Macron bei den Präsidentschaftswahlen im vergangenen Juni zum Sieg trugen, fürchten nun die Verwandlung ihrer Republik in ein autoritär regiertes Zwittergebilde, eine »Demokratur«, die von einem Monarchen im Präsidentenfrack dirigiert wird. In einer am Mittwoch von der Pariser Tageszeitung Le Monde veröffentlichten Klageschrift attackierten Unterstützer und Geldgeber der ersten Stunde ihren bisherigen Champion.

»Monsieur Macron, Ihre Politik widerspricht dem Humanismus, den Sie ständig rühmen«, heißt es in dem Papier. Eine deutliche Warnung an einen Staatschef, d...

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