18.01.2018 / Thema / Seite 12

Die Erinnerung am Leben halten

70 Jahre Berliner VVN-BdA. Über das heutige Gedenken an die Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und die Unterschiede der Generationen. Ein Gespräch mit Werner Knapp und Frauke Schalau

Claudia Wrobel und Lothar Bassermann

Werner Knapp und Frauke Schalau, Sie kommen aus antifaschistisch orientierten Familien, sind gleichsam aus dem Elternhaus auch selbst in die politische Aktivität hineingewachsen. Gab es in Ihrer Biographie, Werner, einen Moment, in dem Sie sich entschieden haben, diesen Weg zu gehen? Oder haben Sie einfach irgendwann gemerkt, dass Sie Ihren Eltern nacheifern und das dann für gut befunden …

Werner Knapp: Ich komme aus einem antifaschistischen und kommunistischen Elternhaus. Ich habe noch eine Zwillingsschwester, Gisela und meine jüngere Schwester, Eva-Maria, ist 1930 in Thüringen an Diphtherie verstorben. Mein Vater Wilhelm stand im Jahr 1918 unter dem Eindruck der grausamen Erlebnisse des Ersten Weltkrieges, wie er später berichtete. 1919 wurde er Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und arbeitete fortan an verschiedenen Orten für Parteizeitungen. Unsere Mutter Martha war Lehrerin und kam aus einer konservativen Pastorenfamilie. Sie u...

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