11.01.2018 / Ausland / Seite 7

Waffenruhe zu Ende gegangen

Kolumbiens Regierung und ELN-Guerilla: Keine Verlängerung der Feuerpause

Jan Schwab, San José

Am Dienstag ist in Kolumbien der im Vorfeld des Papstbesuchs im vergangenen Jahr ausgehandelte Waffenstillstand zwischen der Regierung des konservativen Präsidenten Juan Manuel Santos und der linken Guerillaorganisation Nationale Befreiungsarmee (ELN) ausgelaufen. Trotz internationaler Appelle konnten sich beide Seiten zunächst nicht auf eine Verlängerung einigen, so dass die am Montag eröffnete fünfte Verhandlungsrunde der Friedensgespräche in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito durch eine Wiederaufnahme der militärischen Konfrontation überschattet werden könnte.

Der Waffenstillstand galt seit Anfang Oktober, war also gut drei Monate in Kraft und stellte das bisher einzige Abkommen dar, dass die aktuell laut Schätzungen 2.000 Kämpfer starke ELN mit einer einer kolumbianischen Regierung abgeschlossen hat. Während der Feuerpause kam es allerdings laut einem UN-Bericht zu 35 »Zwischenfällen«, bei denen 14 Menschen starben. Die Mehrheit dieser Vorfälle ere...

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