06.01.2018 / Geschichte / Seite 15

»Das dritte Reich zu zimmern …«

Vor 100 Jahren wurde in Berlin der »Luther-Bund« gegründet. Sein Ziel war die Überwindung der Weimarer Republik im Interesse des Monopolkapitals

Reiner Zilkenat

Am 6. Januar 1928 schlug die Geburtsstunde des »Bundes zur Erneuerung des Reiches«. Prominente Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik hatten sich in Berlin versammelt, um ihrem Verlangen nach einer Vereinheitlichung der staatlichen Strukturen Ausdruck zu verleihen. Auf den ersten Blick erschienen diese Forderungen durchaus sinnvoll. Denn vor allem das Nebeneinander der Reichsregierung und derjenigen Preußens sorgte für Reibungsverluste. Doch ganz so einfach lagen die Dinge nicht.

Was sich für die Öffentlichkeit als ein Projekt zugunsten der Steuerzahler darstellte, hatte in Wahrheit andere Motive. Maßgebliche Repräsentanten der Monopolbourgeoisie hatten ihre ablehnende Haltung gegenüber der am 14. August 1919 in Kraft getretenen Verfassung niemals aufgegeben. Sie suchten nach Wegen, die bürgerlich-parlamentarische Demokratie in Richtung eines autoritär verfassten Staates umzuwandeln und dabei zugleich die sozialen Errungenschaften der verhassten Revo...

Artikel-Länge: 8027 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe