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22.12.2017 / Inland / Seite 5

Tarifierte Armut

Die Tariflöhne in Deutschland sind in diesem Jahr gestiegen. An der Armut trotz Arbeit ändert das nichts

Florian Sieber

Um durchschnittlich 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr sind 2017 die Löhne von Angestellten mit Tarifvertrag gestiegen. Die Tariflöhne stiegen ohne Berücksichtigung von Sonderzahlungen sogar um 2,8 Prozent. Das gab das Statistische Bundesamt am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt. Es handelt sich um den stärksten Zuwachs seit 2014. Viel bleibt von der Erhöhung aber wegen des Anstiegs der Verbraucherpreise nicht im Geldbeutel der Angestellten übrig. Nach vorläufigen Berechnungen des »Sachverständigenrats zur Begutachtung gesamtwirtschaftlicher Entwicklung« betrug die Inflation im vorigen Jahr 1,7 Prozent. In den zurückliegenden Jahren waren die Lebenshaltungskosten wegen des niedrigen Ölpreises deutlich weniger stark angestiegen.

In den Branchen ergeben sich starke Unterschiede. Laut einer Pressemitteilung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung profitieren nach sieben sogenannten Nullmonaten vor allem die schlecht Entlohnten in der Systemgast...

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