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22.12.2017 / Inland / Seite 4

Psychologisches Finale

NSU-Prozess: Nebenklageanwalt der Familie Turgut hält für möglich, dass Zschäpe selbst schoss. Sein Appell könnte ihr zu denken geben

Christiane Mudra und Claudia Wangerin

Rechtsanwalt Hardy Langer, der im Münchner NSU-Prozess zwei Schwestern des 2004 in Rostock ermordeten Mehmet Turgut vertritt, hält für möglich, dass Beate Zschäpe selbst auf den Imbissverkäufer geschossen hat. In seinem Schlussvortrag am Mittwoch ging Langer auf Besonderheiten im Vergleich zu den anderen acht »Ceska-Morden« ein, die aus seiner Sicht für eine direkte Beteiligung der Hauptangeklagten in Rostock sprechen: Mehmet Turgut sei nicht sofort in den Kopf geschossen worden. Die Täter – laut Anklage jeweils nur Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt – hätten ihn offenbar gezwungen, sich hinzulegen. Langers Vermutung: Sie wollten es Zschäpe leichter machen, erstmals eigenhändig einen Menschen zu töten. »Der erste Schuss verfehlte das Opfer, der zweite traf in den Nacken«, gab Langer das Obduktionsergebnis wieder. Zschäpe selbst habe zu diesem Mord so gut wie keine Angaben gemacht, »möglicherweise aus gutem Grund«.

Die Bundesanwaltschaft ging bisher davon aus, ...

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