21.12.2017 / Ausland / Seite 7

Revolte gegen Korruption

Tote und Verletzte bei Protesten gegen kurdische Regierung im Nordirak

Nick Brauns

Den dritten Tag in Folge kam es am Mittwoch zu Massenprotesten gegen die kurdische Regionalregierung im Nordirak. Die schwersten Auseinandersetzungen ereigneten sich am Dienstag in der Stadt Rania. Sechs Menschen wurden getötet und über 100 zum Teil schwer verletzt, als Sicherheitskräfte das Feuer auf Demonstranten eröffneten. Diese setzten daraufhin die Gebäude der konservativen Demokratischen Partei Kurdistans (KDP) und der sozialdemokratischen Patriotischen Union Kurdistans (PUK) in Brand. Die beiden Parteien haben seit Jahrzehnten die Macht im Autonomiegebiet unter sich aufgeteilt. Zum Zeichen der Trauer schwarz gekleidet, beteiligten sich mehrere tausend Menschen am Mittwoch an einem Gedenkmarsch für die Getöteten, während Geschäfte in der ganzen Stadt geschlossen blieben. Auch in anderen Städten gingen Büros von KDP und PUK sowie auch der oppositionellen, liberalen Goran-Bewegung und zweier islamischer Parteien in Flammen auf.

Auslöser der Proteste ...

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