19.12.2017 / Titel / Seite 1

Shitstorm aus Hamburg

Polizei startet fünf Monate nach G-20-Gipfel Fotofahndung nach mutmaßlichen Randalierern. Linke Gruppe kontert mit Bildern von Polizisten

Jana Frielinghaus

Nachdem bereits mehr als 20 Teilnehmer der Proteste gegen den G-20-Gipfel in Hamburg zu teilweise hohen Haft- und Bewährungsstrafen verurteilt worden sind, startet die Hamburger Polizei eine weitere Offensive gegen angebliche Randalierer. Fünf Monate nach den Auseinandersetzungen zwischen Protestierern und Beamten präsentierte die »Soko Schwarzer Block« am Montag Fotos und Videosequenzen, mit denen ab sofort öffentlich nach 104 Verdächtigen gesucht wird. Auf der Webseite der Hamburger Polizei können zudem unter Stichworten wie »Elbchaussee« oder »Plünderungen« Bilder betrachtet werden, auf denen Verdächtige zum Beispiel Diebstähle in Läden begehen oder Autos anzünden.

Zuletzt hatte die Soko am 5. Dezember eine bundesweite Razzia in Wohnungen von Teilnehmern eines Demozuges veranlasst, der am Morgen des 7. Juli in einem Industriegebiet mit Polizeibeamten zusammengetroffen war. Die Beamten hatten die etwa 200 jungen Leute heftig attackiert. Dabei waren mind...

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