18.12.2017 / Feuilleton / Seite 11

Jenseits des Rechts

In den Kurzgeschichten von Petina Gappah über den Alltag in Simbabwe liegen Fröhlichkeit und Tragik nah beieinander

Christa Schaffmann

Vielleicht wird die Rotten Row in Simbabwes Hauptstadt Harare einmal ähnliche kulturgeschichtliche Berühmtheit erlangen wie der Ku’damm in Berlin oder die Londoner Abbey Road der Beatles. Schon einmal den Titel gegeben hat sie der kürzlich auf deutsch erschienenen Kurzgeschichtensammlung »Die Schuldigen von Rotten Row« der simbabwischen Autorin Petina Gappah. Dass die historisch interessante Straße genug Stoff dafür hergibt, beweist das Buch allemal. Und zwar nicht nur aufgrund des in ihr gelegenen Hauptquartiers der Regierungspartei ZANU-PF (Zimbabwe African National Union – Patriotic Front). Gappah bezieht sich auf das dort ansässige Strafgericht. Alle ihre Stories drehen sich um Spannungen und Konflikte, die meist vor Gerichten enden. Justizsäle spielen aber keine besondere Rolle. Die Geschichten handeln von Klatsch und Tratsch in einem Frisiersalon, einer Schlägerei bei einer Hochzeit, einem Schülerschicksal in einem Eliteinternat oder...

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