16.12.2017 / Thema / Seite 12

»… auch gegen Frauen und Kinder«

Zur Bekämpfung sowjetischer Partisanen erließ die Wehrmachtsführung am 16. Dezember 1942 die furchtbarsten Befehle der deutschen Militärgeschichte

Martin Seckendorf

Am 22. Juni 1941 überfiel die Wehrmacht die Sowjetunion. In einem kurzen Feldzug wollte man die UdSSR niederwerfen und ein riesiges deutsches Ostimperium aufbauen. Mit der Zerschlagung der Sowjetunion sollten zugleich ein zum Kapitalismus alternatives Gesellschaftssystem und die staatliche Basis der kommunistischen Weltbewegung vernichtet werden. Das Ostimperium, so die Auffassung der Nazis, sichere ihre Herrschaft über Europa und schaffe die Voraussetzung für den Kampf um die Welt(vor)herrschaft (siehe junge Welt vom 18.12.2010).

Verbrecherische Ziele

Der »russische Riesenraum«, äußerte Hitler am 9. Januar 1941 vor Generalen, berge »unermessliche Reichtümer«. Hermann Göring, der zweite Mann in der Nazihierarchie und verantwortlich für die wirtschaftliche »Ausnutzung« des »Ostimperiums«, gab am 8. November 1941 als Richtlinie vor: »Auf lange Sicht gesehen werden die neubesetzten Ostgebiete unter kolonialen Gesichtspunkten und mit kolonialen Methoden ...

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