11.12.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Bewaffneter Kampf, aber wie?

Die PFLP nutzt auch Luftpiraterie in ihrem Widerstand gegen die israelische Besatzung

Gerrit Hoekman

Es sind Bilder, die sich ins Gedächtnis gebrannt haben: Im September 1970 stehen drei Passagiermaschinen auf einem staubigen Flugplatz in der jordanischen Wüste in der gleißenden Sonne. Die Volksfront zur Befreiung Palästina (PFLP) hat die Flugzeuge gekapert und auf dem ehemaligen britischen Luftwaffenstützpunkt »Dawson’s Field« in der Nähe der Hauptstadt Amman landen lassen. Eine vierte Maschine steht auf dem Flughafen in Kairo. Insgesamt befinden sich rund 400 Passagiere in der Hand der Volksfront.

Die Entführer lassen den Großteil der Passagiere bald unversehrt frei, die Maschinen sprengen sie. Einige Dutzend Geiseln bringen sie jedoch in ein Hotel in Amman, wo sie drei Wochen im jordanischen Bürgerkrieg, dem sogenannten Schwarzen September, ausharren müssen, bevor sie gegen palästinensische Gefangene ausgetauscht werden. Unter den freigepressten Kämpfern befindet sich auch die damals 26 Jahre alte Leila Khalid. Sie hatte mit einem Genossen eine fünfte...

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