06.12.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Fraport will mehr

Griechenland musste 14 Flughäfen an Fraport verkaufen. Das Unternehmen will jetzt Schadenersatz

Elisabeth Heinze, Thessaloniki

Privatisierungen von Staatseigentum gehören zu den Auflagen der Kreditprogramme, denen Griechenland seit seiner Finanznot 2010 zustimmen musste. Infolgedessen erhielt die deutsche Fraport AG im November 14 griechische Flughäfen zum Kaufpreis von 1,234 Milliarden Euro zugesprochen. Es ist der bislang höchste Betrag, der im Rahmen einer Konzessionsvergabe beim griechischen Privatisierungsfonds einging. Offiziell hat der mehrheitlich im Staatsbesitz befindliche Konzern den Betrieb im April dieses Jahres aufgenommen. Wenige Monate später rentiert sich das Geschäft. Im November meldete Fraport Rekordgewinne. Die griechische Tochter trug mit 180 Millionen Euro maßgeblich zum Umsatzanstieg um 13,7 Prozent bei.

Die Angestellten verfolgen genau, welche Änderungen sich seit der Übernahme ergeben. Einer von ihnen ist Dimitrios Nanouris, Präsident der Gewerkschaft des Flughafenpersonals in Thessaloniki. Er arbeitet seit etwa 30 Jahren als Elektroinstallateur am Ort. ...

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