02.12.2017 / Ausland / Seite 6

Abstimmung in Kriegszeiten

Im nordsyrischen Selbstverwaltungsgebiet werden Kantonsräte gewählt. Türkei bereitet indessen Einmarsch in Afrin vor

Nick Brauns

Am Freitag haben in den drei selbstverwalteten Regionen der international nicht anerkannten Demokratischen Föderation Nordsyrien Wahlen zu den Stadt-, Kantons- und Regionalräten stattgefunden. 60 Prozent der Ratsmitglieder der drei Rojava-Kantone Dschasira, Euphrat und Afrin werden direkt gewählt. Die restlichen 40 Prozent der Sitze sind für Vertreter sozialer Bewegungen, für ethnische und religiöse Minderheiten, Berufsverbände und ähnliche Zusammenschlüsse reserviert, um allen Bevölkerungsgruppen eine angemessene Repräsentation zu garantieren. Rund 800.000 Wähler ließen sich zur zweiten Runde von insgesamt drei Wahlgängen registrieren. Bereits am 22. September waren die Vorstände der Kommunen, also Straßen-, Dorf- und Wohngebietsräte gewählt worden.

Zur Wahl standen insgesamt 5.600 Kandidaten. Als Favorit gilt das von kurdischen, arabischen und assyrischen Organisationen, darunter die einflussreiche sozialistische Partei der Demokratischen Union (PYD), g...

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