30.11.2017 / Ansichten / Seite 8

Das Spielgeld der Krise

Bitcoin steigt über 10.000 Dollar

Simon Zeise

Spekulanten wissen nicht mehr, wohin mit ihrem vielen Geld. Der Dax steht bei mehr als 13.000 Punkten, am Vorabend der Finanzkrise, im Juli 2007, lag der deutsche Aktienleitindex bei 8.000, 1990 waren es noch keine 2.000. Immobilienpreise schießen in den Himmel, Kunst wird nahezu unbezahlbar. Für 450 Millionen Dollar ging Leonardo da Vincis »Salvator mundi« Mitte November in New York über den Ladentisch.

Die neoliberale Konterrevolution hat es möglich gemacht. Die kühnsten Träume des Vordenkers der wirtschaftspolitischen Rechten, Friedrich von Hayek, stehen kurz vor der Verwirklichung: Das letzte Relikt staatlicher Hoheitsrechte, die Geldschöpfung, soll simples Spekulationsobjekt werden. Die »Kryptowährung« Bitcoin hat seit Jahresbeginn um mehr als 1.200 Prozent zugelegt. Eine fiktive »Münze« kostete am Mittwoch mehr als 10.000 Dollar. Laut Berechnungen der Website ...

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