29.11.2017 / Antifa / Seite 15

Wie »vom Stuhl gefallen«

Vater von Kasseler NSU-Mordopfer im hessischen Untersuchungsausschuss

Claudia Wangerin

Der Vater des 2006 in Kassel ermordeten Halit Yozgat hat noch einmal bekräftigt, dass er den früheren V-Mann-Führer Andreas Temme für einen Lügner und möglichen Mittäter hält. Der Verfassungsschutzbeamte habe die Täter entweder gesehen, sie geführt oder selbst geschossen, sagte Ismail Yozgat nach Angaben der Initiative NSU-Watch Hessen am Montag vor dem Untersuchungsausschuss des hessischen Landtags zu der Mordserie des »Nationalsozialistischen Untergrunds« in Wiesbaden.

Sowohl dort als auch im Untersuchungsausschuss des Bundestags und im Münchner NSU-Prozess hatte Temme im Zeugenstand behauptet, nur zufällig zur Tatzeit am Tatort gewesen zu sein. Von dem Mord will er nichts bemerkt haben. Dagegen spricht nicht nur die persönliche Einschätzung verzweifelter Angehöriger. Deren Anwälte haben in viereinhalb Jahren NSU-Prozess viel recherchiert. Im Auftrag des zivilgesellschaftlichen »NSU-Tribunals« haben Kriminaltechniker im Frühjahr 2017 das Internetcafé vo...

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