27.11.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kein SOS aus Surinam

Trotz »Warnungen« von niederländischen Medien: Bankenrun in der früheren Kolonie bisher abgewendet, Probleme aber bleiben

Gerrit Hoekman

Der Aufruf in den sozialen Medien Surinams am vergangenen Wochenende war deutlich: Die Kunden der Bank DSB (De Surinaamsche Bank) sollten schnell ihr Geld abheben, hieß es. Grund waren offenbar Berichte in der Presse des früheren »Mutterlandes« über Probleme bei dem Kreditinstitut. Niederländisch ist in der ehemaligen Kolonie bis heute Amtssprache, Nachrichten aus dem Oranje-Königreich finden deshalb über das Internet schnell ihren Weg nach Südamerika.

Angeblich könne der Staat die Kredite nicht mehr bedienen, die er bei der DSB habe, wurde als Grund kolportiert, allen voran von der Tageszeitung Trouw. Das führte in den einschlägigen Internetforen in Surinam zu erheblicher Unruhe. Fast jeder zweite Privatkunde hat dort ein Konto bei der DSB, damit ist sie die größte im Land. Die Spareinlagen hat die Bank überwiegend an den Staat weiterverliehen, der mit ungerechnet 58 Millionen Euro bei ihr in der Kreide steht.

Armes Land

Die Regierung des autokratisch he...

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