27.11.2017 / Inland / Seite 8

»Belastende Aussagen kamen unter Folter zustande«

Immer noch unklar, ob in Berlin inhaftierte baskische Aktivisten nach Spanien ausgeliefert werden. Gespräch mit Volker Gerloff

Markus Bernhardt

Seit Ende Oktober sitzen die beiden baskischen Aktivisten Iñigo Gulina und Mikel Barrios in Berlin-Moabit in Haft. Sie vertreten Herrn Gulina. Was wird ihm vorgeworfen?

Das ist gar nicht so eindeutig zu beantworten. Zunächst baten die spanischen Behörden um Mithilfe bei der Auffindung und Festnahme. Dabei wurde mitgeteilt, dass Herr Gulina an drei Anschlägen der ETA beteiligt gewesen sein soll und in einem Fall wegen Sprengstoffbesitzes gesucht werde. Im europäischen Haftbefehl, der nun zur Inhaftierung geführt hat, werden ihm sechs konkrete Anschläge auf Bahnanlagen und Banken vorgeworfen, von Sprengstoffbesitz ist keine Rede mehr, und woher die drei weiteren Anschlagsvorwürfe kommen, ist auch unklar. Die spanischen Behörden teilen bezüglich des Verdachts gegen Herrn Gulina in ihren Unterlagen lediglich mit, dass bei einer Hausdurchsuchung Propagandamaterial der Jugendorganisation Segi gefunden wurde. Es deutet alles darauf hin, dass Geständnisse und bel...

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