24.11.2017 / Titel / Seite 1

Hauptsache Profit

Thyssen-Krupp-Konzern hält an Fusion mit Tata Steel fest. Obwohl Stahlsparte Gewinne abwirft, sollen Arbeitsplätze vernichtet werden

Simon Zeise

Die Bosse wollen ihr Tafelsilber verscherbeln. Der Vorstandsvorsitzende von Thyssen-Krupp, Heinrich Hiesinger, hat angekündigt, die Stahlsparte des Konzerns im kommenden Jahr in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Konkurrenten Tata Steel abschieben zu wollen – obwohl die Branche Profite einbringt. Das erklärte er am Donnerstag auf der Jahresvollversammlung des Konzerns in Essen. Schon jetzt sollen 2.000 Arbeitsplätze gestrichen werden, nach der Fusion könnten zahlreiche dazukommen. Die Beschäftigten befürchten, dass die Konzernzentrale künftig in die Niederlande verlegt werden könnte. Die Mitbestimmung der Gewerkschaften in Deutschland wäre dahin.

Hiesinger sagte, natürlich freue er sich über das derzeit »positive Marktumfeld« für die Stahlbranche von Thyssen-Krupp, deren Gewinne im laufenden Geschäftsjahr um ein Drittel auf 500 Millionen Euro gestiegen seien, »aber davon lassen wir uns nicht blenden«. Durch den Zusammenschluss mit Tata wollen die Kon...

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