15.11.2017 / Ansichten / Seite 8

Sharing Economy

»Paradise Papers« im EU-Parlament

Simon Zeise

Wer beim Diebstahl ertappt wurde, gelobt hoch und heilig Besserung. Am Dienstag sprachen sich die EU-Parlamentarier in Strasbourg über die »Paradise Papers« aus. Dem von Multimilliardär George Soros finanzierten Konsortium investigativer Journalisten war ein Datenkonvolut aus dem Besitz der Anwaltskanzlei Appleby in den Schoß gefallen, in dem dokumentiert ist, wie zahlreiche Personen und Konzerne ihr Geld in Steueroasen parkten. Für die Ideologieproduktion in Deutschland zuständig war die Süddeutsche Zeitung, deren zwei Spürnasen Bastian Obermayer und Frederik Obermaier dem Bösen auf die Schliche kommen wollten.

Im EU-Parlament, dem Katzentisch in der europäischen Kapitalunion, war die Empörung am Dienstag groß. Die Sozialdemokraten blinkten links wie ein Stroboskop. Die Enthüllungen zeigten den »alten Krebs unserer Gesellschaft – Betrug, Steuerhinterziehung und Steuervermeidung«, sagte der Chef der sozialdemokratischen Fraktion, Gianni P...

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