Gegründet 1947 Sa. / So., 16. / 17. Februar 2019, Nr. 40
Die junge Welt wird von 2161 GenossInnen herausgegeben
15.11.2017 / Inland / Seite 4

Hamburg arbeitet koloniales Erbe auf

Nach anfänglicher Ablehnung will der Senat Forschungsvorhaben nun doch weiter fördern

Kristian Stemmler

Sie starben als reiche und hochgeachtete Bürger der Freien und Hansestadt, heute sind Straßen nach ihnen benannt: Hamburgs Reeder des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Tatsächlich waren viele von ihnen in die Verbrechen verstrickt, die während der Kaiserzeit in den damaligen deutschen Kolonien begangen wurden. Zum Beispiel Adolph Woermann (1847–1911), dessen Woermann-Linie ab 1904 vom Hamburger Hafen aus die Soldaten ins damalige Deutsch-Südwestafrika (Namibia) brachte, die dort den Völkermord an den Herero und Nama begingen. Jetzt besteht Hoffnung, dass nach ersten Anfängen die Aufarbeitung dieses kolonialen Erbes der Stadt fortgesetzt werden kann.

Kurz vor Ablauf der dreijährigen Förderung Ende März 2018 hat der Senat beschlossen, die »Forschungsstelle (post-)koloniales Erbe/Hamburg und die frühe Globalisierung« an der Universität der Stadt weiter zu unterstützen. Carsten Brosda (SPD), Senator der federführenden Kulturbehörde, erklärte kürzlich in e...

Artikel-Länge: 3580 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €